Familienzeit

Fa­mi­li­en­zeit-Ini­ti­a­ti­ve: Mehr Zeit für Familien!

Das klare Ja zum Vaterschaftsurlaub 2020 hat gezeigt: Die Schweizer Bevölkerung will mehr Zeit für die Familie. Deshalb haben wir von transfair zusammen mit Travail.Suisse und einer breiten politischen Allianz im November 2024 die Familienzeit-Initiative angekündigt. Unser Ziel: Bei der Geburt eines Kindes sollen Mütter und Väter je 18 Wochen bezahlten Urlaub erhalten.

Eltern mit Baby in der Kueche am kochen

Für eine faire Elternzeit in der Schweiz

Am 2. April 2025 startet die Unterschriftensammlung für die Familienzeit-Initiative. transfair ist als Teil des Initiativkomitees dabei. Unterstütze uns für eine familienfreundliche Schweiz, in der beide Elternteile Zeit für ihre Kinder haben!

Darum geht es

Die in der Schweiz gewährten Urlaube für Mütter und Väter sind nicht mehr zeitgemäss: Der Mutterschaftsurlaub ist zu knapp bemessen und mit dem nur zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub zu einseitig verteilt. Das entspricht weder der gesellschaftlichen Realität noch der Gleichstellung der Geschlechter. Die Familienzeit-Initiative stärkt die Gesundheit und den Zusammenhalt innerhalb der Familie und kurbelt gleichzeitig die Erwerbstätigkeit an. Frauen kehren nämlich eher ins Berufsleben zurück, wenn sie das nicht früh nach der Geburt tun müssen und auch der Vater Betreuungsaufgaben übernimmt. Die Initiative wirkt somit auch dem Fachkräftemangel entgegen – damit stärkt sie auch die Schweizer Volkswirtschaft.

Was beinhaltet die Initiative?

  • Je 18 Wochen Familienzeit für Mütter UND Väter
  • Beide Elternteile erhalten gleich viel Zeit
  • Die Zeit ist nicht übertragbar und verfällt bei Nichtbezug
  • 4 Wochen können Eltern gleichzeitig beziehen
  • Personen mit niedrigem Einkommen erhalten bis zu 100% Lohnersatz

 

Facts zur Initiative

18 Wochen
Familienzeit pro Elternteil
2500 Vollzeitstellen
pro Jahr neu besetzt - gegen Fachkräftemangel
nach 20 Jahren
sind Investition vollständig refinanziert

5 gute Gründe für die Familienzeit-Initiative

1. Mehr Gleichberechtigung für Eltern

Der heutige kurze Mutterschaftsurlaub und minimale Vaterschaftsurlaub sind nicht mehr zeitgemäss. Mütter stehen unter Druck, und Väter werden ausgeschlossen. Mit der Familienzeit bekommen beide Elternteile die Chance, sich um ihr Kind zu kümmern und im Beruf zu bleiben.

2. Vorteile für alle Arbeitgeber – nicht nur für Grosskonzerne

Heute können sich oft nur grosse Firmen grosszügige Elternzeitmodelle leisten. Mit der Familienzeit können auch kleine Betriebe und Unternehmen in ländlichen Gebieten ihren Mitarbeitenden gute Bedingungen bieten. Das hilft allen, gute Mitarbeitende zu finden und zu halten.

3. Weniger Stress und gesündere Familien

5% der Schweizer Eltern leiden unter einem Burnout – einer der höchsten Werte weltweit! Wenn beide Elternteile Zeit für die Familie haben, verteilt sich die Belastung besser. Väter, die von Anfang an mithelfen, bleiben auch später engagierte Eltern. Und Mütter haben mehr Unterstützung, was ihre Gesundheit fördert.

4. Mehr Fachkräfte für die Schweiz

Durch die Familienzeit können mehr Eltern – insbesondere Mütter – im Beruf bleiben oder früher in den Beruf zurückkehren. Das bedeutet jährlich 2500 zusätzliche Vollzeitstellen, nach 10 Jahren sogar 25 000 mehr. Damit wirken wir dem Fachkräftemangel in vielen Branchen entgegen.

5. Eine Investition, die sich auszahlt

Die Familienzeit kostet zuerst Geld, zahlt sich aber aus: Nach 20 Jahren hat sich die Investition durch höhere Steuereinnahmen und Sozialversicherungsbeiträge vollständig refinanziert. Jeder Franken, der heute in die Familienzeit fliesst, kommt mehrfach zurück – durch mehr arbeitende Eltern und gesündere Familien.

So kannst du helfen:

Hilf mit beim Sammeln der Unterschriften

  • Hier gelangst du zum Unterschriftenbogen
  • Sammle in deinem Umfeld, bei Freunden, Familie und am Arbeitsplatz

Weitere Möglichkeiten zu helfen

Gemeinsam schaffen wir eine Schweiz, in der Familien mehr Zeit füreinander haben!

transfair setzt sich als Teil einer breiten Allianz für die Initiative ein. Mit dabei sind unser Dachverband Travail.Suisse, Grüne, GLP, Mitte Frauen, alliance F und weitere Organisationen.

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